Es war ein denkwürdiger Tag, gestern am 23. Februar 2016! Auch nach dem Schulhausneubau darf der FC Arisdorf seine Gegner wieder „Willkommen heissen“, wie auf dem Dibondschild im Hintergrund zu lesen ist. Verband, Gemeinderat, Vorstand – alles was Rang und Namen hat, war gestern auf dem Gemeindesportplatz am Ausmessen.

Die Befürchtungen und Ängste waren gross. Kann der FC Arisdorf nie mehr Heimspiele austragen im Aktivbereich?

Kurze Einleitung: 

  1. Das Spielfeld ist seit 1985 in den Büchern des Verbandes mit den Abmessungen 90m x 55m. Es gab verlässliche Quellen, die behaupteten, der Verband habe 1985 nicht so genau Mass genommen. Effektiv sei das Spielfeld nur 87m lang.
  2. Durch den Schulhaus-Neubau wird das Feld um 3m nach hinten (Recycling-Hof, Kindergarten) verschoben. Viel weiter nach hinten geht kaum, sonst müsste man den Kindergarten abreissen. Hinzu kämen Probleme mit Leitungen im Boden. Im Rahmen des bestehenden Bauprojektes sind solche Arbeiten nicht möglich. 
  3. Ab der Saison 2019/2020 werden neue Richtlinien verbindlich hinsichtlich Spielfeldgrösse und Schutzräumen von 3m auf allen Seiten. Absolutes Minimum: 90m x 57.60m plus Schutzräume.
    Hier alles schön nachzulesen. 

    P.S. Vergesst das neue Lichtprotokoll, von welchem in diesem Dokument zu lesen ist. Wir werden nie mehr Flutlichtspiele austragen können. Siehe Beitrag zur Eiche vor drei Jahren.

Nun war es soweit, die Stunde der Wahrheit! Punkt 14 Uhr an einem sehr regnerischen, ja schon fast stürmischen 23. Februar 2016. So regnerisch, dass an Fotos nicht zu denken war. „Ihr hättet uns mit schönerem Wetter empfangen dürfen. Der Termin war doch schon so früh bekannt!“, beklagt sich Kuno Cereda, Leiter Sportplatzkommission und EHRENMITGLIED des Fussballverbandes Nordwestschweiz. Gemeinderat Roger Schaub antwortet: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.“ Mit von der Partie war zusätzlich Daniel Schaub, Präsident der Wettspielkommission. Der FC Arisdorf war vertreten durch Präsident Yves Krebs und Finanzchef Benedikt Gratzl. 

Die Länge ergab genau 90m – das absolute Minimum. Nun war die Frage, ob es noch passt mit den Schutzräumen. Glücklicherweise ist es möglich, im Bereich der heutigen Treppe das Projekt ein bisschen zu redimensionieren. „So sehe ich keine Probleme mehr mit der Länge. Aber so von blossem Auge her habe ich Zweifel, ob dies mit der Breite hinhaut“, prophezeit Daniel Schaub.

Zurück zum Zaun, drei Schritte zum Spielfeld (Schutzraum) und das Messband auf 0 ansetzen. Der – nicht ganz ebene – Gemeindesportplatz beginnt schon ein wenig mit der Steigung… und siehe da: 60m sind schon erreicht! Ein paar kleine Schritte für Daniel Schaub, ein grosser Schritt für den FC Arisdorf. Erleichterung pur! Noch ein paar Diskussionen zwischen Kuno Cereda und Gemeinderat Roger Schaub wegen des Sicherungskastens und wegen eines Flutlichtmastes und dann die erlösenden Worte: „Das bekommen wir hin!“ Notfalls kleiden wir den Flutlichtmast aus wie bei einem Skirennen.

Nun beginnt es richtig zu stürmen. Eine Kommunikation ist kaum mehr möglich. Benedikt Gratzl schlägt vor, die Besprechung zu verschieben ins schöne, neue Café neben dem VOLG. Die Hosen sind schon durchgenässt, die Schuhe putzt der Regen wieder sauber auf dem Fussweg vom Sportplatz zum Café. Noch eine gute halbe Stunde sitzt die Fünfergruppe zusammen im Café. Dank Gratis W-Lan kann die frohe Botschaft direkt aus dem Café in die grosse Welt verkündet werden.

Die weiteren Schritte bis zur definitiven Spielfeldabnahme:

  1. Abwarten, bis der Gemeindesportplatz frei ist nach Abschluss der Bauarbeiten
  2. Termin vereinbaren mit Kuno Cereda
  3. Spielfeldmarkierung zeichnen
  4. Wenn alles in Ordnung ist, kann das Spielfeld per sofort provisorisch für Verbandsspiele freigegeben werden
  5. Abnahmeprotokoll wird nach Bern geschickt
  6. Der SFV in Bern segnet das Abnahmeprotokoll ab und gibt den Gemeindesportplatz definitiv frei als Spielfeld

Der Vorstand des FC Arisdorf bedankt sich schon jetzt beim Gemeinderat und dem Fussballverband Nordwestschweiz für die vorzügliche Zusammenarbeit!